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Wohnortnahe ärztliche Versorgung in Alterlaa erforderlich
Christian DeutschEine E-Mail von Dr. Kittler vom 6. November 2016 informierte Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnparks, dass er seine Ordination per 31.3.2017 schließen werde. Die darin geäußerte Behauptung "Die Wr. Gebietskrankenkasse u. Ärztekammer haben trotz unserer Einwände beschlossen bzw genehmigt die Ordination an diesem Standort/im Wohnpark nicht nachzubesetzen" sorgte allerdings für Unverständnis und Empörung.
Ich möchte mich bei allen Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitgliedern des Mieterbeirates und des KAE bedanken, dass sie mir diese Mail so rasch zur Verfügung gestellt haben und ich dadurch umgehend mit den betroffenen und entscheidungsbefugten Stellen Kontakt aufnehmen konnte.
Nach Gesprächen mit dem Präsidenten der Wiener Ärztekammer, Dr. Thomas Szekeres, der Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse, Ingrid Reischl, und dem Generaldirektor der WGKK, Mag. Sulzbacher, war klar:

"Die Kassenstelle von Dr. Kittler wird mit 1.4.2017 nachbesetzt."
Gesiba-Generaldirektor Ewald Kirschner unterstützte sofort die Bemühungen, die Kassenstelle im Wohnpark Alterlaa halten zu können und konnte auch einen Alternativstandort im Wohnpark Alterlaa für die Nachbesetzung der Kassenstelle anbieten.

"Denken wir an die Zukunft"
Es ist das Ziel fast jedes Menschen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können. Um das zu ermöglichen müssen dafür auch die Rahmenbedingungen durch die Stadt und auch den Bauträger geschaffen werden. Viel ist hier in den letzten Jahren bereits geschehen, wenn ich etwa an bauliche Maßnahmen für Barrierefreiheit, Angebote des Fonds Soziales Wien für Pflege und Betreuung vor Ort u.v.m. denke.
Ich stelle daher die grundsätzliche Frage, ob nicht ein Primärversorgungszentrum am Beispiel des Pilotprojektes in Mariahilf nicht auch eine Idee für Alterlaa wäre.
Denn: Medienberichten zufolge werden bis zum Jahr 2020 etwa 31% der Allgemeinmediziner das pensionsfähige Alter von 65 Jahren erreicht haben. Im Jahr 2030 sind bereits ¾ aller praktischen Kassenärzte über 65. In Wien sogar 84%!
Daher wollen die Stadt Wien, die Wiener Gebietskrankenkassa und die Ärztekammer die allgemeinmedizinische Versorgung neu organisieren. Der Zusammenschluss zu „Primärversorgungseinrichtungen“ kann ein Zukunftsmodell für eine wohnortnahe hausärztliche Versorgung sein. Durch die Zusammenarbeit der verschiedensten Gesundheitsberufe kann ein „Team rund um den Hausarzt“ geschaffen werden, das sich gemeinsam um die Patientinnen und Patienten kümmert und bei Bedarf die Behandlung durch andere Gesundheitseinrichtungen organisiert.
Längere Öffnungszeiten, abends bis 19 Uhr, kürzere Wartezeiten für die Patientinnen und Patienten und ein erweitertes Leistungsspektrum. Beim Pilotprojekt Mariahilf arbeiten nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern auch eine Psychotherapeutin, diplomiertes Pflegepersonal, eine Sozialarbeiterin und Ordinationsassistentinnen.
So könnte im Primärversorgungszentrum Alterlaa zukünftig ein noch besserer Zugang zur hausärztlichen Versorgung für die Bewohnerinnen und Bewohner angeboten werden.
Ich bin gerne persönlich für Sie da!
28. September 2017, 09:00 Uhr
Sitzung des Wiener Gemeinderats
Wiener Rathaus